Home > Home >
Kategorie: Startseite

«Es gefällt mir, für Menschen zu arbeiten, die weiter denken.»

13.08.17

Als jüngstes von sechs Geschwistern war Adrian Koller zu spät dran, um den Bauernhof seiner Eltern zu übernehmen. Bei seiner Berufswahl stand bereits fest, dass der älteste Bruder den Hof weiterführen würde. Aber die Liebe zur Natur – und zum Natürlichen – die ist ihm auch so geblieben und steckt tief in ihm drin. Als Botschafter für die Burgrain- und RegioFair-Produkte im Aussendienst kann er diese Leidenschaft und das damit verbundene Wissen jeden Tag weitergeben.


Dass Adrian Koller (32) im luzernischen Reiden etwas abseits wohnt und dort einen Blätz Land zur Verfügung hat, geniesst er ausserordentlich. Aber nicht für sich allein, sondern zusammen mit 3 Wollschweinen, 10 Schafen, 10 Hühnern und 2 Kaninchen. Die führen dort ein Tierleben, wie es sich gehört und freuen sich am Auslauf. Der anständige, artgerechte Umgang mit unseren Nutztieren, der ist ihm denn auch ein besonderes Anliegen. Das spürte er umso mehr, als er nach der Schule die Metzgerlehre absolvierte. Es war auch ein Grund, warum er später einige Jahre auf dem Uelihof, in der bekannten Bio-Fleischmanufaktur in Ebikon, arbeitete.

Noch interessanter wurde es für ihn, als er die Möglichkeit bekam, sich auf dem Burgrain einzuklinken. Da musste er nicht lange überlegen: «Ich habe hier meine Gedankenwelt wiedererkannt. Die Philosophie umfasst alles, was ich richtig und wichtig finde. Zudem hat mich – der ich vom Fleisch her komme – die breite Produktepalette sehr interessiert.» Bei ‚erlebnis agrovision’ und RegioFair kann Adrian alles einbringen, was ihm liegt. Mit seinem Flair für den Verkauf betreut er als Mitarbeiter im Aussendienst viele Fachhandelspartner. Als gelernter Metzger übernimmt er bei Bedarf aber auch die Ferienvertretung in der hofeigenen Bio-Fleischverarbeitung. Darüber hinaus ist er sich nicht zu schade, überall mitanzupacken, wo grad zwei starke Arme benötigt werden.

Im Aussendienst ist Adrian Koller naturgemäss viel unterwegs, auf Kundenbesuch. Die damit verbundene Abwechslung und der Kontakt mit unterschiedlichen Menschen gefallen ihm sehr. Das sind nicht irgendwelche Kontakte, wie er betont: «Es gibt zwischen uns und unseren Partnern im Fachhandel eine starke Verbindung, eine gemeinsame Werthaltung. Meine Ansprechpersonen kennen und schätzen den Ursprung unserer mittlerweile 700 RegioFair-Produkte. Sie finden bei uns die Herkunft, die Qualität und die Ursprünglichkeit, die denjenigen Menschen, die ihre Bioprodukte im Fachhandel kaufen, zunehmend wichtig ist».

Die am schnellsten wachsende Nachfrage verzeichnet Adrian Koller übrigens bei den Trockenfleischprodukten und Wurstwaren vom Burgrain. Das hat einerseits mit der Pionierrolle zu tun, die ‚erlebnis agrovision’ und RegioFair auf diesem Gebiet einnehmen – durch den gänzlichen Verzicht auf Nitritpökelsalz und andere chemische Zusatzstoffe. Und andererseits ist im Markt gerade beim Fleisch eine zunehmende Sensibilisierung zu spüren, wie auch Adrian Koller feststellt: «Es gibt eine wachsende Zahl von Menschen, die gerade beim Fleisch besonders genau hinschauen und im Zweifelsfall lieber etwas weniger, dafür besser und gesünder konsumieren.»

«Das Schöne an meinem Job ist, dass ich letztlich für Menschen arbeite, die etwas weiter denken. Für Leute, die beim Einkaufen auch an die Herkunft eines Produkts denken. Die sich fragen, was ein Lebensmittel unter dem Strich für die Umwelt bedeutet.» Oder auch, wie es um das Tierwohl steht – das für Adrian nicht nur zu Hause bei seinen Wollschweinen, Schafen, Hühnern und Kaninchen eine Herzensangelegenheit ist.